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Aufsteiger, Auskriecher und Stillborn

Ganz klar, wenn Sie mit Nymphen, Nassfliegen und Trockenfliegen fischen, werden Sie fangen. Wenn Sie aber noch Aufsteiger in Ihre Fliegenschachtel mit aufnehmen, werden Sie mehr fangen. Genau genommen muss man unterscheiden zwischen den drei oben genannten "Arten" von Fliegen.

Aufsteiger.
Das ist ja eigentlich eine Nymphe, die zur Wasseroberfläche steigt um zu schlüpfen. Also binde ich auch eine Nymphe. Man sollte Aufsteiger durchaus beschwert fischen, allerdings würde ich da kein Blei auf den Haken wickeln sondern ein kleines Klemmschrot auf dem Vorfach anbringen. Dadurch bleibt die Fliege beweglicher und lebendiger.
Meine Aufsteiger bestehen aus Schwanz, Körper, ein wenig Hechel um die Beine zu imitieren, man kan auch einfach Dubbing im vorderen Teil herauszupfen. Im vordern Drittel binde ich ein wenig Antronfaser ein um die Flügelknospen nachzuahmen. Eine andere Möglichkeit ist farbiger, kurzgeschnittener Bast.
Hinweis, bei einer Sedge liegen die Flügel seitwärts, da ist Bast am einfachsten.

Oder aber, man benutzt die guten alten Spider-Nassfliegen. Schwanz, Körper, Rebhung oder Hennenhechel,das war es schon. ich gestehe ich nehme dafür einfach eine Hahnenhechel von einem meiner billigen indischen Bälge.
Orangenes Dubbing und eine schwarze Hechel, ist in Sekudnen gebunden und fängt und fängt und .... Ach so ja, das soll eine Sedge sein. Ich habe es im September in der Lenne erlebt, 1 km Bach, schmal, viel Gebüsch an Werfen war nicht zu denken, also habe ich mich direkt ans Ufer gestellt, einen 12er Goldkopfnypmhe angebunden und einfach Schnur kontrolliert abtreiben lassen und wieder herangezupft. Das hat wunderbar funktioniert. Bist auf eine Stelle. Ich habe gesehen, es ist kein Insekt auf dem Wasser aber circa 10 m entfern hat man in regelmäßigen Abständen einen Ring gesehen. Also habe ich meine Nympge austeigen lassen, einmal, zehnmal, fünfzigmal. Der Fisch hat schön genommen, allerdings die Insekten und nicht meine Nymphe. Irgenwann fiel mir ein, dass ich noch ein paar ganz alte Spider dabei habe in einer separaten Schachtel. 12er Haken, Dubbing: orangenes Karnickel, braune Hechel nach hinten gebunden. Ich beobachte die Schnur, sehe sie nähert sich dem Fisch und WUSCH ich hatte 54 cm Äsche am Haken.
Wie fischt man Aufsteiger? Man wirft , läßt abtreiben, damit die Fliege sinken kann und hebt dann die Rute, damit der Köder aufsteigt.
Natürlich kann man auch einfach keine Schnur mehr geben, dann drückt die Strömung die Fliege hoch. Diesen Vorgang, Schnur geben und abtreiben lassen und, wenn die Fliege unten ist sie aufsteigen lassen kann man solange wiederholen, bis das Backing kommt.

Auskriecher
sind Fliegen, die gerade dabei sind zu schlüpfen, im Grunde werden Sie genau so gebunden wie Aufsteiger. Allerdings, man sollte unbeschwert fischen, denn der Auskriecher zappelt auf der Oberfläche, und, Bast, der sich gerne mit Wasser vollsaugt ist hier tabu, dafür kommen jetzt kurzgeschnittene CDC als Flügelknopsten zum Einsatz. Wer mag kann auch gefärbte CD nehmen, die schwimmen nicht ganz so gut wie die ungefärbten, aber das ist bei Auskriechern egal.
Es gibt dann noch die Möglichkeit mit der Styroporkugel im Damenstrumpf, klappt, klar, schwimmt, sieht gut aus, aber mir fehlt dafür die Geduld.
Auskriecher werden gefischt wie Trockenfliegen.

Stillborn
Eine Stillborn ist eine Fliege, die es nicht schafft zu schlüpfen. Durch das damit verbundene Gezappel machen sie natürlich die Fische auf sich aufmerksam. Ich finde, man sollte durch Zittern mit der Rute oder sanftes Dregging versuchen dieses Gezappel nachzuahmen. Ansonsten sehe ich keinen Unterschied zum Auskriecher.

Fliegen fetten

Es gibt mehrere Möglichkeiten Fliegen zu fetten, z. B. mit Fett, das man zwischend den Fingern schmelzen läßt um es dann auf der Fliege zu verteilen. Eine andere Möglichkeit sind die entsprechenden Sprays, sorry, da ist , finde ich zumindest, mehr Fett auf der Fliege als Fliege unter dem Fett.
Es gibt noch eine dritte Möglichkeit, und die, finde ich, ist die beste.
Man nehme ein Glasfläschchen mit Schraubverschluss, gibt es in jeder Apotheke, Fliegenfett und Waschbenzin. Dann kommt Fett ins Glas und Benzin drauf. Ich nehme meist auf 100 ml Inhalt ein Haselnuss großes Stück Fett, 50 ml Benzin und füge, immer dazwischen schütteln solange Fett hinzu, bis sich keins mehr löst. Dann füge ich noch 30 ml benzin dazu.
Wenn sich alles schön aufgelöst hat, wird die Fliege mit Hilfe einer Pinzette eingetaucht, kurz abgeschüttelt und auf einer alten Zeitung trocknen lassen. Ja, ich weiß, das stinkt, aber der Geruch verfliegt. Optimalerweise macht man das einen Abend vor der Fischen, dann riecht gar nichts mehr. Für das Anchfettn im Fluß ist die Methode nicht geeignet, aber normalerweis hat man ja auch mehr als nue eien Trockenfleige in der SChachtel. Besodnern gut finde ich das Verfahren bei CDC. Bei allen anderen Methoden, die ich kenne verkleben die CDC, bei der Geschichte mit dem aufgelösten Fett pustet man einfach einmal kräftig in die Entenbürzel rein, sie entfalten sich wunderbar und schwimmen ganz, wie man es sich wünscht.

Kontrastmuster

Das Wasser ist voller Fliegen, die Fische steigen, die Fliege wird perfekt präsentiert, landet genau am Beginn des Sichtfensters des Fisches und trotzdem erfolgt kein Biss.
Da hilft oft das Kontrastmuster, sprich Sie fischen ein Muster, das den Fliegen, die Sie sehen nicht!! entspricht.
Wenn Sie helle Eintagsfliegen sehen, fischen Sie dunkle, oder eine Rehhaarsedge.

Oft hilft es auch, wenn Sie von Trockfliegen zu Aufsteigern wechseln, die nicht auf sondern direkt unter der Wassoberfläche dahin treiben.

Manchmal macht es auch durchaus Sinn, gerade, wenn die Fische steigen mit Goldkopfnymohen zu angeln.
Am Ende der Drift stiegt die Nymphe durch den Strömungsdruck auf und simuliert so einen Aufsteiger.